Tipps

Hängende Ventile

Ventile können aus allen möglichen Gründen blockieren, hängen bleiben oder schwergängig werden. Z. B. wenn man sein Instrument regelmäßig nach dem Spielen ungereinigt und ungeölt über längere Zeiträume nicht mehr spielt. Kondensierte Feuchtigkeit und Bestandteile es Speichels können zu Korrosion oder Ablagerungen führen. Weniger bekannt ist jedoch die Rolle von metallischem Abrieb. Vor allem Perinett-Ventile noch einigermaßen neuer Instrumente sind davon betroffen. Der Abrieb aus feinstem metallischem Pulver bildet mit der Feuchtigkeit und Öl einen Belag und bremst zunehmend die Bewegung, da hilft auch fleißiges Ölen nicht. Stattdessen empfiehlt es sich, die Ventile regelmäßig zu zerlegen und unter fließendem Wasser zu reinigen. Die Gleitflächen der Kolben kann man gut mit einem Fensterleder abreiben. Die Gleitflächen der Zylinder sollte man nicht mit einer Bürste reinigen, sondern mit einem passenden Schwamm-Stäbchen, wie es in diversen Reinigungs-Sets angeboten wird.

 

Blasen im Winter

Zu Anlässen wie Volkstrauertag, Weihnachtsmarkt, Heiligabend oder Silvester oder Ständchen kommt es immer wieder vor, dass im Freien gespielt werden soll und in der entsprechenden Jahreszeit kann es ja auch mal vorkommen, dass die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen. Wenn dies absehbar ist, kann man folgende Vorkehrungen treffen:

  • Instrument gut entwässern und ölen.
  • Für Posaunisten ist ein wenig Frostschutzmittel in der Sprühflasche von Vorteil. Da kann man das gleiche nehmen, was man sonst in die Scheibenwischanlage des Autos einfüllt. Jedoch nicht zu hoch konzentrieren: Der Alkohol wäscht das Gleitfett von den Zügen.
  • Das Instrument vor dem Einsatz an einem warmen Platz lagern.
  • Mundstück vor dem Einsatz oder während längerer Pausen in die Hosentasche stecken.
  • Handwärmer vorbereiten und zu dem Instrument in den Instrumentenkoffer legen. Diese können z. B. 15 Min. vor dem Einsatz ausgelöst werden.
  • Gerade im Winter kann die tiefstehende Sonne, reflektiert dazu noch von einer winterlichen Schneelandschaft, eine erhebliche Blendwirkung entfalten. Daher empfiehlt es sich, auch im Winter eine Sonnenbrille dabei zu haben.
  • Fingerhandschuhe ohne Fingerspitzen wärmen zwar nicht ganz so gut, erlauben jedoch das Umblättern ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen.
  • Es gibt mittlerweile sehr gute Mundstücke aus Kunststoff. Sogar ganze Instrumente werden schon aus Kunststoff angeboten. Kunststoff ist nicht nur leichter als Messing, er leitet auch die Wärme nicht so schnell ab.
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    Einsatz in der Dunkelheit

    Nicht immer steht beim abendlichen Ständchen (vor allem in der dunkleren Jahreszeit) eine Steckdose für die mobile Flutlichtanlage zur Verfügung. Natürlich gibt es spezielle Notenpult-Leuchten. Ebenso gute Erfahrungen haben wir mit Stirnband-Leuchten gemacht. Die mit LEDs halten länger als die mit (Halogen-) Glühbirne und sind meistens hell genug. Problematisch kann es mit Stirnleuchten allenfalls werden, wenn die Noten mittels Folientaschen gegen Regen geschützt sind, weil diese zu Reflexionen neigen.

     

    Einsatz im Regen

    Natürlich kann man die Noten kopieren und laminieren. Doch ob sich das mit dem Urheberrecht verträgt, ist die eine Frage, die andere ist die nach dem immensen Aufwand. Damit Bücher und Notenhefte trocken bleiben, kann man aus transparenter Folie eine Art überdimensionierten Schnellhefter basteln. Die Bücher liegen auf der hinteren Teil der Folie, die Folie klappt dann vorne über das Buch oder Heft und schützt dieses vor dem Regen. Zum Umblättern muss man den vorderen Teil der Folie anheben.

    Wichtig: Das nasse Instrument nicht bis zur nächsten Probe im Koffer lagern, sondern zu Hause alles, was nass geworden ist, aus Koffern und Taschen rausholen und trocknen lassen. Auch den Koffer zum Austrocknen offen lassen!

     

    Einsatz bei Wind
  • Noten mit reichliche Wäscheklammern und Magneten am Notenständer fixieren.
  • Den Notenständer mit maximal möglicher Standfläche aufbauen und nicht so hoch ausfahren wie sonst.
  • Den Notenständer oben mit so wenig wie möglich Gewicht beladen: Nur ein Notenblatt oder Heft, nicht alle Bücher dort lagern (weil sie ja sonst auf dem evtl. matschigen Boden liegen müssten). Eine Notentasche zum Umhängen ist hier hilfreich.
  • Füße des Notenständers mit Gewicht beladen oder mit dem eigenen Fuß drauf treten und somit festhalten.
  • Stücke auswendig lernen - und auch bei Üben mal auswendig spielen.